Luzerne
Auf der Seite “Gründe” ist bereits erklärt, dass das Pferdegebiss ursprünglich auf die Zerkleinerung von langstieligen und hartfaserigen Gräsern ausgerichtet ist und dass durch die Domestikation vergleichsweise weiches Futter aufgenommen wird, wodurch sich die ständig nachwachsenden Pferdezähne nicht gleichmäßig abnutzen.Ich selbst habe gute Erfahrung mit der Zufütterung von Luzerne gemacht. Bei der Luzerne handelt sich um eine uralte, hochwertige Raufutterpflanze, die eine härtere Beschaffenheit hat als herkömmliches Heu. Sie ist eine winterharte Nutzpflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler. Wenn sie als Heuform geerntet und verfüttert wird (nicht gehäckselt und nicht in Pelletform), kann sie die gleichmäßige Zahnabnutzung unterstützen.
Mit einer Anreicherung der täglichen Heuration von bis zu 4 kg mit Luzerne habe ich sehr gute Ergebnisse erzielt. Zahnhaken werden weniger stark gebildet. Wichtig ist die regelmäßige Fütterung.
Schwerfuttrige, sich in der Rekonvaleszenz oder im Wachstum befindliche, ältere Pferde und Zuchtstuten sollen ebenfalls von den Eigenschaften der Luzerne profitieren.
Luzerne enthält ca. dreimal soviel Kalzium wie herkömmliches Heu und hat mehr Energie, die das Pferd jedoch nicht unruhig macht. Sie unterstützt den Muskelaufbau, die Verdauung, die Bildung und die Qualität des Hufhorns, hat eine höhere Eiweißqualität als herkömmliches Heu und ist dabei zuckerarm im Gegensatz zu den meisten Gräserarten.
Bei Interesse stelle ich Futterproben von in Heuform geernteter Luzerne zur Verfügung.