Gründe für eine regelmäßige, jährliche Zahnkontrolle

Rittigkeitsprobleme, Wehren gegen das Gebiss oder ein schlechter Allgemeinzustand haben ihre Ursachen häufig in Zahnproblemen.

Die Zähne Ihres Pferde wachsen ein Leben lang nach. Das Gebiss des Pferdes war ursprünglich auf die Zerkleinerung von langstieligen und hartfaserigen Gräsern ausgerichtet. Aufgrund der Domestikation und der damit verbundenen Aufnahme von vergleichsweise weichem Futter nutzen sich die Zähne ungleich ab und schädigen sich gegenseitig. Es bilden sich Haken, Kappen oder scharfe Kanten. Schwere Verletzungen der Maulschleimhaut können die Folge sein.

Eine regelmäßige Zahnkontrolle bei Pferden sollte genauso wie die regelmäßige Hufpflege oder Impfungen zum jährlichen Gesundheitscheck gehören. Eine Zahnkontrolle sollte mindestens einmal jährlich durchgeführt werden, bei Jungpferden, die sich bis zum Alter von ca. 4 1/2 Jahren im Zahnwechsel befinden, mindestens zweimal jährlich. Weil das immer mehr Pferdebesitzern klar ist, wächst der Bedarf nach Fachleuten für die Zahnbehandlung. Nicht jeder Tierarzt ist automatisch ein Zahnspezialist, da die Zahnheilkunde im Veterinärstudium eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Viele Pferde leiden deshalb trotz regelmäßigem Raspeln unter Zahnproblemen.

Es kann medizinische Hinweise auf Zahnprobleme geben wie Nasenausfluss, Kolik, Schlundverstopfung, Rückenprobleme oder Durchfall, Rittigkeitsprobleme wie Wehren gegen das Gebiss, Kopfschlagen, Maul aufsperren, Verwerfen, Stellungsprobleme, Zunge haraus hängen lassen, Steigen oder äußere Anzeichen wie Abmagerung, Futter aus dem Maul fallen, Bildung von Kügelchen während der Raufutteraufnahme, unregelmäßige Kaubewegungen, Blutungen oder schlechter Geruch aus dem Maul, große Futterpartikel im Kot, Schiefhaltung des Kopfes.